Tagebuch eines Medizinprodukteberater


Eine Arbeitswoche mit dem Medizinprodukteberater Thomas

Wer bin ich?

Hallo lieber Leser und willkommen bei meinem kleinen Tagebuch, in dem ich euch eine Woche den Alltag eines Medizinprodukteberaters zeigen will, um euch den eher unbekannten Beruf etwas näher zu bringen. Wie in vielen Branchen, fehlt auch bei uns der Nachwuchs und wir suchen händeringend nach jungen und motivierten Leuten, die den Job gerne machen wollen.

Aber erstmal zu meiner Person. Mein Name ist Thomas und ich arbeite seit inzwischen 15 Jahren in einem großen Unternehmen, dass verschiedene Produkte und Geräte für Ärzte und Therapeuten und deren Praxen und Kliniken herstellt und vermarktet. Angefangen habe ich vor 20 Jahren in einem Baumarkt. Dort habe ich meine Ausbildung zum Bürokaufmann gemacht und hatte dort schon viel mit Kunden zu tun. Hier habe ich auch meine Leidenschaft zum Vertrieb und Verkauf kennengelernt. Nach der Ausbildung habe ich zu einem Pharmabetrieb gewechselt und habe dort einen normalen Bürojob gehabt. Schnell fehlte mir aber der direkte Kontakt zu den Kunden, den ich aus meiner Ausbildung gewöhnt war und aus diesem Grund bin ich zu meinem jetzigen Betrieb gewechselt und bin seit 15 Jahren glücklich mit dem was ich dort tue.

Tagebuch

Tag 1

08.00 Uhr in meiner Wohnung

Normal säße ich um diese Zeit mit einem Kaffee und einem Brötchen in meinem Büro und würde die Mails an meinem Computer checken. Doch wie viele andere, muss auch ich die Zeit im Homeoffice verbringen. Das ist allerdings nicht weiter schlimm und somit sitze ich mit einem Kaffee am Küchentisch und checke die Mails über meinen Laptop. 

Montag vormittags plane ich meine Woche. Neben ein paar vor Ort Terminen bei Kunden im Laufe der Woche, darf ich mich heute mit einem brandneuen Produkt auseinandersetzen und soll dieses testen und ein erstes Konzept zur Vermarktung entwickeln. Das bedeutet ich suche Argumente, die für den Kunden interessant sind und Ihn zum Kauf anregen sollen.

Nebenher, checke ich immer mal meine Mails und das Telefon, denn es können immer neue Kunden oder Stammkunden mit Fragen und Problemen auf mich zukommen. Somit ist bei mir kein Tag wie der vorherige.

Ich mache mich also ans Auspacken des neuen Produkts. Es ist eine kleine Marktrevolution was ich heute in meinen Händen halte und nennt sich Healy. Dieses Gerät ist ein sogenanntes “wearable”. Das bedeutet, dass es so klein ist, dass man es überall mit hinnehmen und überall benutzen kann. Interessant ist für uns ist, dass sich der Healy nicht nur an Ärzte und Therapeuten, sondern auch an Endverbraucher wendet. Er soll durch bestimmte Frequenzen gezielt bestimmte Bereiche im Körper stimulieren und so bei verschiedenen Beschwerden den Körper wieder in die richtige Bahn bringen. 

Was sich jetzt erstmal abstrakt anhört ist, ein eingetragenes medizinisches Produkt. Ich habe bisher nur spärliche Informationen über den Healy und verbringe also den restlichen Tag damit, mir weitere Informationen und Erfahrungen zu dem Gerät durchzulesen.

16.00 Uhr Feierabend

Tag 2

08.00 Uhr in meiner Wohnung

Nachdem ich mir gestern alle wichtigen Informationen zu dem neuen Gerät, also dem Healy angelesen habe, werde ich heute anfange, den Healy an mir selbst zu testen. Damit kann ich am besten Argumente für meine Kunden finden, damit ich diese auch von dem Healy überzeugen kann. Mein Ziel ist es natürlich, den Healy an die Kunden zu vermitteln.

Laut meiner Recherche hat der Healy wirklich für alle Lebenslagen und Beschwerden ein passendes Freuqenzprogramm. Außerdem kommt hinzu, dass man das Gerät aufgrund seiner Größe überall mit hinnehmen kann und so seine eigene Therapie überall machen, egal wo man ist.

Jetzt fange ich erst mal an, das Gerät einzurichten. Dazu muss ich den Healy als erstes mit meinem Handy verbinden. Das geht ganz einfach über Bluetooth, genau wie bei jeder mobilen Lautsprecherbox zum Beispiel auch. Anschließend lege ich mir eine der mitgelieferten Elektroden um den Arm und fange an die ersten Programme zu testen.

Ich gehe völlig neutral in den Test und ohne Erwartungen. Das ist wichtig als Medizinprodukteberater, um eine möglichst neutrale Sicht auf das Gerät zu bekommen. Ich will meinen Kunden keinen Schrott andrehen. Es ist wesentlich einfacher Produkte an den Kunden zu verkaufen, wenn man selber wirklich von dem Produkt überzeugt ist. 

Nach den ersten paar Minuten merke ich, wie ich etwas entspannter werde. Das Healy Programm ist ein völlig neues Gefühl für mich, dass ich mit nichts vergleichen könnte. Es ist nicht unangenehm, aber sehr unvertraut. Trotzdem genieße ich es, mit dem Gerät rumzuspielen. 

Für heute Abend habe ich mir vorgenommen, den Healy kurz vor dem Schlafengehen an mir anzuwenden. Da ich öfter Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen habe und der Healy hierfür ein Frequenzprogramm anbietet, bin ich natürlich gespannt, was dabei rumkommt. Meine Ergebnisse dazu gibts morgen…

Nach ein paar Telefonaten mit Stammkunden, die Fragen zu ihren Produkten haben, beantworte ich die aktuellen Mails und mache dann pünktlich um 16.00 Uhr Feierabend.

Tag 3

08.00 Uhr in meiner Wohnung

Ich stehe ausgeschlafen und fit in meiner Küche und bereite mir meinen Kaffee und mein Frühstück zu. Der Healy hat mir tatsächlich schon nach der ersten Anwendung beim Einschlafen geholfen. Ich bin zwar in der Nacht noch wach geworden, konnte allerdings schon wesentlich besser wieder einschlafen, als wie es sonst bei mir der Fall ist. Ich bin tatsächlich überzeugt von dem Gerät und werde es die nächsten Abende weiter verwenden.

Heute steht das Feedback für meinen Vertriebsleiter zu dem Healy an. Es ist nicht nicht sicher ob und wie der Healy in unser Produktportfolio integriert werden soll. Bei dem Feedback geht es um die Aufmachung der Verpackung und der Anleitung, die Verarbeitung des Geräts und natürlich um die Funktionsweise und die Wirkung des Healy. Sicher habe ich mit dem Healy in zwei Tagen noch keinen Langzeittest machen können, aber dennoch habe ich mich intensiv mit dem Healy beschäftigt und schon viele wichtige Eindrücke bekommen, die ich meinem Vertriebsleiter mitteilen kann. Dazu nehme ich mir den kompletten Vormittag Zeit und mache mir Notizen und schaue mir alles am Healy noch mal genau an. Ich habe kaum etwas zu bemängeln. Mein einziger echter Kritikpunkt am Healy ist, dass das Gerät mit Micro-USB statt mit dem aktuelleren USB-C aufgeladen wird. Dies ist allerdings für Arztpraxen, oder Kliniken recht unwichtig. Da das Gerät aber auch an Privatkunden vertrieben werden soll, erwähne ich das Manko trotzdem.

Am Nachmittag steht der Videoanruf mit meinem Vertriebsleiter an. Nach einem etwas 2 ½ stündigen Call, bin ich echt kaputt und da ich es heute nicht geschafft habe eine Mittagspause zu machen, endet mein Arbeitstag heute etwas eher. Morgen muss ich zu einem Kunden vor Ort fahren.

15.30 Uhr endlich Feierabend

Tag 4

Nach einer nervigen Autofahrt durch den Münchener Berufsverkehr stehe ich pünktlich um 8 Uhr bei meinem heutigen Kunden auf der Matte. Der Kunde ist eine riesiger Betrieb, der viele große Kliniken und Krankenhäuser mit Technik ausstattet und sich für unser Produktportfolio interessiert. Auf einer großen Messe ist ein Mitarbeiter der Firma auf uns aufmerksam geworden und hat einen Kontakt mit mir geknüpft.

Ich bekomme hier heute die komplette Firma gezeigt und darf anschließend Teilen der Geschäftsleitung verschiedene Produkte meiner Firma näher bringen. Dazu habe ich meinen Laptop und eine ausführliche PowerPoint Präsentation in der Tasche. Am Ende des Tages ist es bei so teuren Produkten, wie ich sie Vertreibe, allerdings nicht primär mein Ziel einen Kaufvertrag abzuschließen. Das wäre zwar der Optimalfall, ist aber eher die Ausnahme als die Regel in einem Preissegment von über 100.000€. Mein Ziel ist es den Kunden für unsere Produkte zu interessieren und ihn anzuregen langfristig in eine, oder mehrere unserer Produkte zu investieren.

Am Ende eines langen Tages waren die Kunden sehr begeistert von unserer breiten Produktpalette. 

Sie berichteten von langen Wartezeiten und schlechter Kommunikation mit dem Service für ihre aktuellen Geräte. Letztendlich waren sie sehr überzeugt von der Gesamtleistung unsere Firma. Ich habe also meine Kontaktdaten und meine Preisliste vor Ort gelassen und hoffe nun in den nächsten Wochen auf eine positive Rückmeldung. Mal sehen was draus wird. 

Nach einer zweiten Fahrt durch den Feierabendverkehr, bin ich um 19.00 Uhr endlich an meiner Wohnung angekommen. Morgen fange ich also etwas später an.

Tag 5 

10.00 Uhr in meiner Wohnung

Es ist Freitag und heute Vormittag steht wieder ein Call mit meinem Vertriebschef an. Heute wird die Entscheidung verkündet, ob der neue Healy in unser Produktportfolio aufgenommen wird. Mein Vertriebschef hat dazu auch die Meinungen der anderen Vertriebler aus unserer Firma gesammelt und anschließend die Entscheidung mit der Geschäftsleitung abgestimmt. Ich bin sehr gespannt auf die Entscheidung, denn auch die anderen Vertriebler aus dem Haus haben den Healy getestet. Da wir uns untereinander schon ausgetauscht haben, weiß ich, dass auch meine Kollegen begeistert von dem Healy sind und er auch bei ihnen schon gegen verschiedene Beschwerden erfolgreich angewendet wurde. Nach dem Call bin ich schlauer.

Nach einem diesmal recht kurzem Call ist klar, der Healy ist eine riesen Chance für das Unternehmen, vor allem, da er auch an Endnutzer verkauft wird. Er wird also ins Produktportfolio aufgenommen. 

Wir Vertriebler sollen uns nun überlegen, wie wir den Healy auch an private Kunden bringen können. Außerdem sollen wir, wie für jedes neues Produkt, alle Argumente für und gegen einen Kauf auflisten und alle wichtigen Informationen zu dem Gerät bündeln.

Ich bin wirklich begeistert, denn nachdem ich gesehen habe, wie gut das Gerät bei mir angeschlagen hat, denke ich, dass es auch vielen anderen Menschen bei verschiedenen Beschwerden helfen kann.

Den restlichen Tag verbringe ich also damit mir Gedanken zu machen, wie man den Healy am besten verkaufen kann. Nach einer anstrengenden Woche verabschiede ich mich dann nachmittags in ein hoffentlich sonniges Wochenende. Es steht eine Fahrradtour an.



P.S. Wenn ihr selbst mal Lust habt in das tägliche Geschäft eines Medizinprodukteberater einzutauchen und euch nebenher etwas Geld verdienen wollt, dann hab ich einen Geheimtipp für euch. Für den Healy gibt es ein Vertriebsprogramm, an dem jeder teilnehmen kann. Es kann also jeder den Healy verkaufen und für jedes verkaufte Gerät, bekommt ihr eine Provision. Wenn du Interesse hast und mal testen willst, wie gut du dich als Vertriebler schlägst, dann schau doch gerne mal hier vorbei.

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